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Mord am Arbeitsplatz

Ein Mitarbeiter liegt tot am Schreibtisch

Ein Mitarbeiter liegt tot am Schreibtisch. Minuten später wird aus dem Großraumbüro ein Sperrgebiet. Absperrband zwischen Drucker und Kaffeemaschine. Kollegen stehen auf dem Flur und sprechen leiser als sonst. Männer in weißen Overalls knien unter dem Tisch, fotografieren Kabel, sichern Staubspuren, verpacken Tastatur und Kaffeetasse in Beutel mit Nummern. Auf dem Monitor bleibt die letzte geöffnete Datei stehen, als hätte sie eine Aussage zu machen.

Niemand würde akzeptieren, dass man den Raum einfach lüftet

Niemand würde akzeptieren, dass man den Raum einfach lüftet und weiterarbeitet. Ein Tod verlangt Ursachen. Die Gerichtsmedizin bestimmt den Zeitpunkt. Die Kriminaltechnik sucht den Ablauf. Die Ermittler suchen das Motiv. Jeder will wissen, wer es war.

Aber was ist mit Mord auf Raten?

Wer 20 Jahre lang jeden Tag eine kleine Portion Gift zu sich nimmt – auch wenn er es nicht als solches erkennt –, kann daran versterben. Doch dieser Tod, obwohl durch Gift verursacht, wird nicht mehr als Mord bezeichnet.

Todesursache: Lobmangel

Wir brauchen Luft zum Atmen. Wir brauchen Wasser. Und wir brauchen Lob für unsere Psyche.

Von den Familienangehörigen, von Freunden und erst recht am Arbeitsplatz. Bleibt das Lob aus, entsteht eine Mangelsituation. Die meisten Menschen sind stehen geblieben in einer Art Minderjährigkeitsstufe, was das Thema Loben angeht. Man sagt ja, Loben kostet nichts. Und dennoch vergessen wir es, tun wir es nicht. Und dennoch hat es Auswirkungen. Wir schaden dem anderen, der so dringend auf Lob gewartet hat.

Lob im Kindesalter

Wir sehen es bei Kleinkindern ganz deutlich. Sie bauen mit Lego ein Häuschen, das so kaum als Häuschen zu erkennen ist – nur in der kindlichen Fantasie. Dann laufen sie stolz damit zu Papa oder Mama und sagen: „Guck mal!“ Sie wollen nicht nur, dass geguckt wird. Sie wollen, dass gelobt wird.

Genau das ist eine menschliche Sehnsucht. Und genau das Stillen dieser Sehnsucht beherrschen wir als Erwachsene nicht. Dieses Nichtbeherrschen kann langfristige, tödliche Folgen haben.

Wer ein Leben lang emotional verhungert

Wer ein Leben lang emotional verhungert, weil seine Arbeit oder seine Fürsorge nicht geschätzt wird, nicht gesehen wird, nicht anerkannt wird und in Folge nicht gelobt wird – dem fügen wir mit medizinisch konkretem Schaden zu.

Loben ist überlebenswichtig

Wir sollten das von Kindheit an beigebracht bekommen. Tun wir aber nicht. Bekommen wir aber nicht.

Und deswegen entstand ein Gedanke

eine kleine Brücke zu bauen, wie Lob im Internet systematisch erzeugt werden kann und in Folge als Begleiterscheinung uns auch im realen Leben zum Lobspenden ermutigt.

Eine kleine Hilfe kann die App „Lobe mich“ sein. Kostenlos. Ohne Anmeldung.

www.info333.de/lobemich

Die ersten Tester sind jetzt dabei

Sie probieren, sie loben, sie werden gelobt. Und sie merken: Es geht leichter, als man denkt.

Wer mitmachen möchte – einfach reinschauen. Es ist noch früh. Es ist noch roh. Aber es ist ehrlich.

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